8/11/2011

Weekly Basslines: #38: Price Tag (Jessie J)

Die Angst geht um im Reich des Geldes. Die Zeitungen titeln mit "Angst vor weltweitem Börsencrash" und "Panik an den Aktienmärkten" und begründen das mit der europäischen Finanzkrise und der Herabstufung der Kreditwürdigkeit der USA. Ganz naheliegende Gründe, wenn man seine Scheuklappen hat. Tatsächlich ist die Ursache meiner Meinung nach viel tiefer in den Wurzeln des Systems zu finden, dass sich in den letzten 40 Jahren immer tiefer in die Sackgasse manövriert hat. Der Handel mit Aktien basiert heutzutage auf zwei Grundmissverständnissen, die früher oder später auf jeden Fall zum Crash führen müssen.

1. Geld kann Geld verdienen auch ohne einen entsprechenden Handel mit real existierenden Waren oder Dienstleistungen im Hintergrund zu haben (eigentlich gibt es so etwas, außer an der Börse nur in Lotterien und Spielcasinos, aber auch dort müssen viele verlieren, damit einige wenige gewinnen können)
2. Die Illusion vom unbegrenzten Wachstum. Als Biologe weiß ich, dass alles was organisch wächst auch irgendwann sein Wachstum einstellt und in ein sog. Fließgleichgewicht mündet (d.h. es kommt genau so viel rein, wie rausgeht). Wenn dieses Gleichgewicht in der Natur gestört wird und weiteres Wachstum erfolgt, sprechen wir von KREBS!

Es wird Zeit, dass wir darüber nachdenken, welchen Wert Geld hat und wie wir damit umgehen.
Ein relativ aktueller Pop-Titel tut dies. Hier ein paar übersetzte Zitate aus dem Songtext:

Es scheint, als ob jeder einen Preis hätte;
Ich frage mich, wie sie in der Nacht schlafen können.
Wenn der Verkauf zuerst kommt,
Und die Wahrheit als zweites kommt,
Halte einfach für eine Minute an und
Lächle!


Warum ist jeder so besessen?
Geld kann uns keine Freude kaufen.
Können wir alle uns nicht ein bisschen einbremsen und das Jetzt genießen?
Ich garantiere euch: wir werden uns gut fühlen.



Vergesst das Preisschild!